Welche Rolle spielt die Schule für die Jugendlichen? Mehr Infos

Normalerweise begnügen sich Schulen in den ersten Monaten damit, Austauschschüler:innen „mitlaufen“ zu lassen, da sie am Anfang meistens nur sehr wenig verstehen. Auch ist der Schulalltag anfangs oft auch herausfordernd genug, denn nicht nur lernen die Jugendlichen neuen Schulstoff kennen, auch die Art wie der Schulstoff vermittelt wird ist anders als sie es aus ihrem Heimatland gewohnt sind.  

Welche Rolle spielt Ayusa International e.V. während des Programms? Mehr Infos

Um den Aufenthalt vorzubereiten, besucht Sie zu Beginn eine:r unserer Ayusa-Betreuer:innen. Auch innerhalb der ersten 2-3 Wochen nach Anreise des Gastkindes besucht diese:r Sie, um ein Ankunftstreffen mit Ihnen und Ihrem neuen Familienmitglied durchzuführen.

Eine Zusammenfassung des Besuchs wird danach ins Heimatland des Gastkindes geschickt, denn schließlich möchten auch die leiblichen Eltern und die Partnerorganisation wissen, wie der Integrationsprozess verläuft.

Ansonsten gibt es bei einem Aufenthalt von einem Schuljahr mindestens drei weitere persönliche Besuche im Laufe des Jahres, um die Entwicklung der Austauschschüler:innen zu begleiten und um bei Fragen oder Sorgen, die eventuell auftreten zu unterstützen oder zu vermitteln. Bei Gesprächsbedarf oder Schwierigkeiten werden natürlich auch zusätzliche Termine vereinbart. Die Ayusa-Betreuer:innen kontaktieren auch mehrmals während des Aufenthalts die Schule, um nach dem Fortschritt dort zu fragen.

Muss man als Gastfamilie auch gegen Covid-19 geimpft sein? Mehr Infos

Die Gesundheit unserer Teilnehmer:innen und örtlichen Ayusa Betreuer:innen liegt uns sehr am Herzen und wir möchten einen Teil dazu beitragen, ein unbeschwertes Miteinander zu ermöglichen.

Daher wissen wir es sehr zu schätzen, wenn unsere Gastfamilien auch gegen Covid-19 geimpft sind. Auch den Eltern unserer Gastkinder vermittelt dies ein sicheres Gefühl.  

Wie werden die Schulfächer gewählt? Mehr Infos

Die Fächerwahl hängt von der Klassenstufe ab. Wird Ihr Gastkind in Klasse 10 (oder niedriger) eingestuft, nimmt es ganz normal am Unterricht der Klasse und damit am gesetzten Stundenplan teil, nur die Wahlpflichtkurse können selbst gewählt werden.

Wurde Ihr Gastkind in die Oberstufe eingeteilt, dann stellt es selbst die Fächer zusammen. Jede Schule handhabt das anders. Einige Schulen in Deutschland möchten, dass die Schüler:innen vor Beginn des Schulaufenthalts selbstständig den Stundenplan zusammenstellen. In diesem Fall sind unsere Gastschüler:innen immer sehr dankbar über die Unterstützung ihrer Gastfamilie dabei. Andere Schulen haben eine:n designierte:n Schulkoordinator:in, für die Belange von Austauschüler:innen. Diese Person hilft dann bei der Fächerwahl und der Plan wird dann oft entweder am 1. Schultag oder in den letzten Ferientagen vor Ort in der Schule gemeinsam erstellt. 

Wichtig ist, dass Austauschschüler:innen genauso viele Fächer und Stunden haben wie Mitschüler:innen derselben Jahrgangsstufen. Zu viele Freistunden und Leerlauf führen zu Heimweh. Außerdem ist die Schule einer der wichtigsten Orte, an denen Gastschüler:innen gleichaltrige Freundschaften schließen können.            

Sie sprechen immer von Gastkindern, wie alt sind denn die Schüler:innen, die nach Deutschland kommen? Mehr Infos

Die Austauschschüler:innen sind in der Regel zwischen 15 und 17 Jahren alt. Die meisten Jugendlichen sind zwischen 16 und 17 Jahren, da das das Alter ist, indem in ihren Heimatländern Auslandschulaufenthalte stattfinden.

Können sich Gastschüler:innen, die in Deutschland gemeldet sind, kostenlos impfen lassen? Mehr Infos

Alle Personen, die in Deutschland gemeldet sind (die ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort in der Bundesrepublik Deutschland haben), sind unabhängig vom Versicherungsstatus in Deutschland impfberechtigt. So sind auch Gastschüler:innen von der Regelung in der Impfverordnung betroffen. Die Impfberechtigung hängt dabei vom Aufenthaltsstatus ab; sie gilt also entsprechend des §1 Nr. 2 Impfverordnung für Personen, die in Deutschland gemeldet sind und hier ihren Wohnsitz haben (wenn auch nur temporär, wie es bei Austauschschüler:innen der Fall ist).

Die Frage der Kosten hängt nicht vom Versichertenstatus ab. Für alle Impfberechtigten ist die Impfung in den Impfzentren kostenfrei. Die Kosten für die COVID-19-Impfung werden vom Bund getragen. Gastfamilie können für ihr Gastkind einen Impftermin z.B. bei einem Arzt oder in einem Impfzentrum vereinbaren, sobald das Gastkind beim Bürgeramt des Wohnorts der Gastfamilie registriert wurde. Zum Impftermin (bzw. bei der Anmeldung) ist dann die Meldebescheinigung vorzulegen.

Braucht mein Gastkind ein Zeugnis? Mehr Infos

Ob ein Zeugnis am Ende des Aufenthalts benötigt wird oder nicht, ist ganz unterschiedlich und hängt immer von der Schule im Heimatland der Jugendlichen ab. Für manche Schulen spielen die Zensuren in Deutschland keine Rolle. Andere Schulen im Heimatland erwarten entweder ein normales Zeugnis oder zumindest eine schriftliche Evaluation. Ihr Gastkind wird dies vor Abreise bei seiner/ihrer Schule erfragen.

Wir sind berufstätig und haben nicht viel Zeit. Können wir trotzdem Ayusa-Gastfamilie werden? Mehr Infos

Ja, natürlich. Die Jugendlichen wollen das Leben in Deutschland kennen lernen, so wie es wirklich ist. Und berufstätige Eltern sind Teil der Realität. Ein Austauschprogramm bedeutet nicht gleichzeitig Rundumbetreuung. Ein:e Gastschüler:in ist kein Touri. Im Vordergrund steht ganz klar die Integration in den ganz normalen Alltag.

Trotzdem wäre es natürlich hilfreich für die schnellere und bessere Integration in das Leben hier, wenn Sie in den ersten Wochen Ihr Gastkind dabei unterstützen, Aktivitäten für die Freizeit zu finden. Überlegen Sie gemeinsam, was ihr/ihm Spaß machen könnte. Welche Aktivitäten (Sport, Theater oder Musik) können am Nachmittag ausgeübt werden? Helfen Sie bitte bei der Anmeldung und gehen Sie vielleicht beim ersten Mal mit.  

Der Unterricht endet um 13.30 bzw. um 14:00 Uhr. Was macht der/die Ayusa-Austauschschüler:in danach? Mehr Infos

Die meisten Jugendlichen kommen aus Ländern, in denen die Schule eine wichtige soziale Funktion ausübt und beispielsweise Clubs, Teams und andere Nachmittagsaktivitäten anbietet. Es ist für ausländische Jugendliche tatsächlich überraschend, dass es an deutschen Schulen kein vergleichbares Angebot gibt. Die Jugendlichen müssen dann erst einmal lernen, die Freizeit selbst zu gestalten und gleichaltrige Freund:innen zu finden.

Aus Erfahrung wissen wir, dass die Austauschschüler:innen, die regelmäßig 2-3 Mal die Woche an Freizeitaktivitäten teilnehmen, sich schneller in ihrem neuen Alltag zurecht finden, da nicht genug Zeit bleibt, um Heimweh zu bekommen. Auch bieten Vereine (Sport, Theater, Chor, etc.) die Möglichkeit Freunde außerhalb der Schule zu finden. Das ist dann besonders wichtig, wenn die Mitschüler:innen der Schulklasse nicht so aufgeschlossen gegenüber neuen Schüler:innen sind. Dann bieten Vereinsfreundschaften dem Gastkind Stabilität und Ablenkung vom Schulalltag.      

Schön wäre es, wenn Sie als Gastfamilie Ihrem neuen Familienmitglied am Anfang dabei behilflich sind, einen passenden Verein zu finden. Die Kosten für die Mitgliedschaft trägt Ihr Gastkind natürlich selbst.   

Wir leben auf dem Land, ist das ein Problem? Mehr Infos

Nein, das ist völlig in Ordnung. Wir haben einige Gastfamilien, die auf dem Land leben und die Gastkinder haben der Erfahrung nach dort eine tolle Zeit, weil sie oft schneller in die (Dorf-) Gemeinde aufgenommen werden und bei den Jugendlichen vor Ort schneller Anschluss finden. Auch werden in Dörfern oft Feste im Laufe des Jahres gefeiert, was eine schöne Möglichkeit ist, dem Gastkind unsere Kultur so noch näher zu bringen.      

Wir möchten gern eine:n Gastschüler:in aufnehmen, wie gehen wir dabei vor? Mehr Infos

Das ist ganz einfach. Wenn Sie uns per E-Mail oder Telefon kontaktieren, schicken wir Ihnen gern erste allgemeine Informationen rund um unser Programm zu, inkl. unserer unverbindlichen Gastfamilienunterlagen. Alternativ können Sie direkt auf unserer Webseite eine unverbindliche Gastfamilienbewerbung ausfüllen, anschließend dann melden wir uns bei Ihnen.

Die aktuell zu vermittelnden Profile der Gastschüler:innen finden Sie auf unserer Webseite. Sollten mal ausnahmsweise keine Profile zu finden sein, dann sind alle Schüler:innen zu diesem Zeitpunkt bereits vermittelt. Die Bewerbungen der Gastschüler:innen kommen meistens ab März /April für das kommende neue Schuljahr rein oder dann wieder ab September für einen Start ab dem 2. Halbjahr.        

Wenn Sie „Ihr“ Gastkind gefunden haben, geben Sie uns Bescheid, so dass wir sie oder ihn für Sie reservieren können. Spätestens dann benötigen wir auch Ihre ausgefüllten Gastfamilienunterlagen zurück.

Nachdem wir Ihre Unterlagen bearbeitet haben, setzt sich Ihre regionale Ayusa Betreuerin mit Ihnen in Kontakt, um einen Termin für ein Gastfamiliengespräch bei Ihnen zuhause zu vereinbaren. Ziel des Gesprächs ist es, noch offene Fragen zu klären und Sie auf den Aufenthalt des/der Ayusa Austauschschüler:in bei Ihnen zuhause vorzubereiten.  

Parallel dazu senden wir Ihnen auch die Gastfamilienbestätigung zu und setzen uns mit der Schule in Ihrem Wohnort in Verbindung, um einen Schulplatz für Ihr neues Familienmitglied zu erfragen.  

Was kommen als Gastfamilie für Kosten auf uns zu? Mehr Infos

Als Gastfamilie stellen Sie eine Unterkunft zur Verfügung. Das kann im Idealfall ein eigenes Zimmer sein, wir haben aber auch Familien, bei denen sich das gleichaltrige Kind der Familie das Zimmer mit dem Gastkind teilt.

Des Weiteren nimmt Ihr Gastkind ganz normal an den Mahlzeiten teil, wie ein Familienmitglied eben. Sollten Ihre eigenen Kinder wochentags in der Schulcafeteria essen, so gilt das auch für Ihr Gastkind. Umgekehrt genauso. Isst Ihr Kind mittags nach der Schule zuhause bei Ihnen, so gilt das auch für Ihr Gastkind.   

Außer Unterkunft & Verpflegung kommt Ihr Gastkind für alle anderen Kosten selbst auf. Dazu gehört die Versicherung, Schulmaterialien, Kosten für den öffentlichen Nahverkehr, außerschulische Freizeitaktivitäten, Ausflüge, etc.         

Was passiert, wenn wir uns gar nicht mit unserem Ayusa-Gastkind verstehen? Mehr Infos

Ein neues Familienmitglied in den eigenen Alltag zu integrieren nimmt natürlich Zeit und Geduld in Anspruch. Gerade in den ersten Wochen wird es für Sie eine Versuchung sein, Ihren Alltag auf den/die Ayusa-Austauschschüler:in einzustellen oder sich ständig für die Konversation verantwortlich zu fühlen. So etwas ermüdet und ist auch nicht Sinn der Sache, denn es geht schließlich um geteilte Normalität! Sprechen Sie die Dinge, die Sie stören, bitte möglichst sofort an, bevor Kleinigkeiten völlig unnötigerweise zu großen Konflikten werden.

Es kann allerdings dennoch passieren, dass Familie und Austauschschüler:in nach einiger Zeit merken, dass sie einfach nicht zusammenpassen. Wenn es aus solchen Gründen zu einem Gastfamilienwechsel kommen muss, suchen wir nach einer neuen Gastfamilie. Zuerst vor Ort, um einen Schulwechsel zu vermeiden, sonst natürlich auch überregional.

Wir möchten gern Ayusa-Gastfamilie werden, sprechen aber nicht die Sprache des Gastkindes. Mehr Infos

Das ist überhaupt kein Problem, denn die Jugendlichen kommen alle nach Deutschland, um ihre bereits bestehenden Deutschkenntnisse zu verbessern.

Unsere Erfahrung ist sogar, dass die Ayusa-Austauschschüler:innen schneller Deutsch lernen, wenn die Gastfamilie ihre Sprache nicht spricht. Sie verbessern sich sozusagen „notgedrungen“ sehr schnell.

Wie ist unser:e Ayusa-Austauschschüler:in versichert? Mehr Infos

Alle Ayusa-Austauschschüler:innen haben eine Kranken-, Unfall-, und Haftpflichtversicherung, die wie eine private Reiseversicherung funktioniert. Vor Ankunft lassen wir Ihnen noch ausführliche Unterlagen und Erklärungen zukommen.

Wichtig ist aber, dass der Vereinssport über den Verein versichert werden muss. Der Schulsport ist über die Schule versichert.

In welche Jahrgangsstufe kommen die Austauschschüler:innen? Mehr Infos

In der Regel entscheiden sich die Schulen, die Ayusa-Austauschschüler:in in die 10. oder 11. Klasse einzustufen, es sei denn, sie sind noch sehr jung und das Deutsch noch nicht sehr gut. Dann kann es auch eine 8. oder 9.Klasse sein. Auch 18-jährige können ggf. in eine 10. Klasse eingestuft werden, wenn die Schule dies so entscheidet. Manche Schulen erlauben, dass einzelne Kurse auch in höheren oder niedrigeren Klassen besucht werden. Das hängt immer von der Flexibilität der Schule ab.

Wie kann das Programm funktionieren, wenn der/die Ayusa-Austauschschüler:in kaum Deutsch spricht? Mehr Infos

In vielen Ländern wird Deutsch an den Schulen normalerweise nicht unterrichtet. Die Schüler:innen können in diesen Fällen nur Privatunterricht nehmen. Daher ist ein Schul- und Familienaufenthalt in Deutschland die einzige Möglichkeit für sie, wirklich Deutsch bestmöglich zu erlernen.

Und es funktioniert! Das zeigt uns die Erfahrung immer wieder, auch, wenn es am Anfang vielleicht nicht gleich danach aussieht. Machen Sie in diesem Fall Ihrer/Ihrem Austauschschüler:in ruhig Mut, sollte Zweifel aufkommen. Das Erlernen einer Sprache braucht seine Zeit.

Im Familienalltag kann es vielleicht anfangs auch entspannender sein, etwas zusammen zu machen statt immer zu sprechen, z.B. den Tisch gemeinsam decken, kochen, spazieren gehen, etc.

Sollten nach einigen Wochen immer noch keine Verbesserung der Sprachkenntnisse zu sehen sein, dann besteht auch die Möglichkeit, dass Ihr:e Ayusa-Austauschschüler:in zusätzlich einen Sprachkurs auf eigene Kosten besucht. Das würden wir in dem Fall individuell zusammen entscheiden.

Sind alle Gastschüler:innen die am Gastfamilien-& Schulprogramm in Deutschland teilnehmen geimpft? Mehr Infos

Ja. Wir nehmen nur Austauschschüler:innen ins Programm auf, wenn diese gegen COVID-19 geimpft sind. Es ist jedoch bei Übersee-Schüler:innen möglich, dass er/sie in der Heimat mit einem Impfstoff geimpft wurde, der in der EU nicht anerkannt ist. In diesem speziellen Fall wägen wir dann anhand der aktuellen Corona Situation ab, ob es notwendig ist, dass das Gastkind hier in Deutschland nochmal geimpft wird, um evtl. offiziellen Corona Maßnahmen genüge zu tun.