Erfahrungen von Schüleraustausch Gastfamilien

Ayusa Gastfamilie seit 11 Jahren

Vor 11 Jahren sind wir auf unseren Hof umgezogen. Seither gab es kein Jahr ohne Gastschüler in unserer Familie. Unsere erste, Jade, hat unsere Tochter Rebecca gleich aus den USA mitgebracht, wo sie selbst als Gastschülerin war und von diesem Jahr persönlich sehr profitiert hat. Mittlerweile haben wir viele junge Menschen aus vielen verschiedenen Ländern kennen gelernt. Sie haben ihre Kultur mitgebracht und mit uns Deutschland erlebt. Wir haben das taiwanesische Mond-Fest gefeiert, italienische Nudeln selbst gemacht, französische Törtchen gebacken... Und auch wir haben viel über Deutschland gelernt. Inzwischen gibt es hunderte Geschichten, die wir uns immer wieder erzählen und auch immer wieder darüber lachen. Gastfamilie zu sein ist einfach ein großartiges Erlebnis!"

Ehrliche Fragen und Antworten an eine Gastfamilie

Umarmung Freunde
Manuel und sein Gastbruder

Was hat Ihnen diese Erfahrung „gebracht“?  

Erik (unser Sohn) hatte endlich einen Bruder, den er sich schon immer gewünscht hat. Er hat zwei leibliche Schwestern, aber er hat sich immer einen Bruder gewünscht. Wir denken, die Jungs werden weiter Kontakt halten. Und wir haben unseren Horizont als Familie geweitet. Wir haben viel über die italienische Mentalität gelernt. Außerdem essen wir jetzt richtige Spaghetti Carbonara – dafür hat Manuel gesorgt.

Wie geht man mit einer eventuellen Sprachbarriere um?

Geduld, Geduld, Geduld und sich gaaaaaanz viel Zeit nehmen. Die gemeinsamen Abendessen brauchen plötzlich manchmal doppelt so lang, weil man alles nachschlagen muss und dem Schüler Zeit für die Wortfindung geben muss. Das kann zwischenzeitlich anstrengend und frustrierend sein. Aber das gehört dazu, wenn man Gastfamilie sein möchte. Die Zeit muss man den Austauschschülern geben. Meist wird es nach sechs bis acht Wochen besser und die Schüler sind zufrieden, weil man ihnen bei der Überwindung dieser Hürde geholfen hat.

Wie lief die Unterstützung durch Ayusa & die lokale Betreuung ab?

Die Unterstützung durch Ayusa war immer gegeben. Wir konnten bei Bedarf uns immer auf Frau Schultzes schnelle Rückmeldung verlassen. Einmal mussten wir am Wochenende die Notfallnummer erreichen. Das hat hervorragend funktioniert.

2 Schülerinnen aufnehmen - double the fun!

Gastfamilie auf dem Weihnachtsmarkt
Weihnachtsmarkt-Besuch

Vor 6 Jahren ist unsere Tochter mit Ayusa-Intrax nach Irland gegangen. Wir haben dann überlegt und uns entschieden, ein Gastkind aufzunehmen. Weil schließlich gibt jemand unserer Tochter ein zu Hause, also können wir jemanden Chance geben Deutschland kennenzulernen. Es war damals ein Junge aus Mexiko.

Es war sehr interessant so eine Erfahrung zu machen und eine andere Kultur kennenzulernen. Seit dem haben wir regelmäßig Kinder aufgenommen. Aus Frankreich, Mexiko, Italien, Taiwan. Es ist einfach toll und macht viel Spaß. Natürlich gibt es kleine Missverständnisse oder man versteht mal nicht alles. Aber das hat uns als Familie nie gestört. Man sollte die Gastkinder einfach als Familienmitglieder sehen und integrieren.

Einschulung Austauschschülerinnen
1. Schultag in Deutschland

2021/2022 haben wir uns für das Experiment “Doppelbesetzung " entschieden und sind sehr glücklich darüber, zwei Schülerinnen aufgenommen zu haben. Wir haben viel miteinander erlebt: Heimweh, Sprachbarrieren, Corona-Quarantäne. Aber es hat uns als Familie nur noch fester zusammen gebracht.

Unsere Gastkinder kamen diesmal aus dem Taiwan und Italien. Für Joy (aus Taiwan) war es ein Kulturschock.  Es gab auch mal Tränen und sogar einen Schulwechsel. Claudia (aus Italien) musste sich erst darauf einstellen, wie es hier läuft (Mittagessen macht jeder für sich, abends wird gemeinsam gegessen).

Wichtig ist, das man mit den Kindern spricht. Man soll von Anfang an Regeln und Tagesabläufe besprechen und erklären.

Im kommenden Schuljahr nehmen wir wieder zwei Mädels auf (aus Italien und Mexiko) und freuen uns. Die Betreuung von den Gastkindern und unserer Familie durch Ayusa ist einfach super.

Natürlich bekommen wir oft Fragen:

"OMG es sind fremde Menschen!" Ja, aber nach ganz kurzer Zeit gewöhnt man sich aneinander und nach 11 Monaten gibt es viele Tränen beim Abschied. 

….und nein wir müssen unsere Jobs nicht kündigen. Es ist alles Tagesablauf und Organisation.

Also, einfach mal mutig sein und es ausprobieren! Vielleicht erst auf Probe mit 6 Monaten, wenn man sich nicht wirklich sicher ist. (Aber glaubt mir, dann will man sie auch nicht mehr weg geben)😉

Es macht wirklich viel Spaß und Freude.

Und die Familie wird immer und immer größer ❤️❤️❤️