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Häufig gestellte Fragen zum Thema Gastfamilie werden

Viele Fragen werden uns täglich gestellt. Dies ist eine Auswahl der häufigsten Fragen und unsere Antworten darauf. Falls Ihre Fragen hier nicht beantworten werden, kannst du uns gerne telefonisch oder per E-Mail kontaktieren. Dann erhalten Sie die Antwort bestimmt! Wir nehmen Ihre Anregungen auch gerne auf und erweitern unseren Fragenkatalog für Sie.

I. Fragen zum Programm

Sie möchten gern Gastfamilie werden, sprechen aber nicht die Sprache des Schülers?

Das ist überhaupt kein Problem, denn die Jugendlichen kommen nach Deutschland um ihre Deutschkenntnisse zu verbessern. Unsere Erfahrung ist sogar, dass die Austauschschüler schneller Deutsch lernen, wenn die Gastfamilie ihre Sprache nicht spricht. Sie verbessern sich sozusagen „notgedrungen“ sehr schnell.

Wie kann das Programm funktionieren, wenn der Austauschschüler kaum Deutsch spricht?

In vielen Ländern wird Deutsch an den Schulen gar nicht unterrichtet. Die Schüler können nur Privatunterricht nehmen. Aber eigentlich ist ein Schul- und Familienaufenthalt in Deutschland die einzige Möglichkeit wirklich Deutsch zu lernen. Und es funktioniert! Seien Sie optimistisch und machen Sie Ihrem Gastkind Mut. Im Familienalltag kann es anfangs entspannender sein etwas zusammen zu machen (Gemüse schneiden, Tisch decken, abtrocknen...) statt immer zu sprechen. Wenn es nötig erscheint, besteht auch die Möglichkeit, dass Ihr Gastkind zusätzlich einen Sprachkurs besucht.

Welche Rolle spielt AYUSA während des Programms?

Der AYUSA Betreuer, der Sie anfangs besucht und das Programm vorgestellt hat, übernimmt auch die Anmeldung an der Schule und wird Ihnen bei Behördengängen behilflich sein. Er oder sie wird innerhalb der ersten zwei Wochen nach Anreise Ihres Gastkindes vorbeikommen für den Ankunftsbericht. Denn schließlich möchten Eltern und Partnerorganisation auch wissen, wie denn der Integrationsprozess verläuft. Ansonsten gibt es mindestens vier weitere Besuche im Laufe des Jahres. Bei Gesprächsbedarf oder Schwierigkeiten werden natürlich auch zusätzliche Termine vereinbart.

II. Fragen zum Familienleben

Wir sind berufstätig und haben nicht viel Zeit. Können wir trotzdem Gastfamilie werden?

Ja. Die Jugendlichen wollen das Leben in Deutschland kennen lernen, so wie es wirklich ist. Und berufstätige Eltern sind Teil der Realität. Ein Austauschprogramm ist auch keine Rumdumbetreuung. Ein Schüler ist kein Tourist und im Vordergrund steht die Integration in den ganz normalen Alltag. Allerdings sollten Sie besonders in den ersten Wochen Ihr Gastkind dabei unterstützen, Aktivitäten für die Freizeit zu finden. Überlegen Sie gemeinsam, was dem Schüler Spaß machen könnte. Welche Aktivitäten (Sport, Theater oder Musik) kann der Schüler am Nachmittag ausüben? Helfen Sie bei der Anmeldung und gehen Sie vielleicht beim ersten Mal mit.

Was passiert, wenn wir uns gar nicht mit dem Gastkind verstehen?

Ein neues Familienmitglied in den eigenen Alltag zu integrieren nimmt natürlich Zeit und Geduld in Anspruch. Gerade in den ersten Wochen wird es für Sie eine Versuchung sein, Ihren Alltag auf das Gastkind einzustellen oder sich ständig für die Konversation verantwortlich zu fühlen. So etwas ermüdet und ist auch nicht Sinn der Sache, denn es geht schließlich um geteilte Normalität! Sprechen Sie die Dinge, die Sie stören, möglichst sofort an, bevor Kleinigkeiten völlig unnötigerweise zu großen Konflikten werden. Es kann allerdings dennoch passieren, dass Familie und Austauschschüler nach einiger Zeit merken, dass sie einfach nicht zusammen passen. Wenn es aus solchen Gründen zu einem Gastfamilienwechsel kommen muss, unterstütze wir bei der Suche nach einer neuen Gastfamilie.

III. Fragen zur Schule

In welche Jahrgangsstufe kommt der Austauschschüler?

In der Regel entscheiden sich die Schulen, die Austauschschüler in die 10. oder 11. Klasse einzustufen. Selbst wenn der Schüler bereits 18 Jahre alt ist! Manche Schulen erlauben, dass einzelne Kurse auch in höheren oder niedrigeren Klassen besucht werden. Das hängt von der Flexibilität der Schule ab.

h4>Welche Rolle spielt die Schule für das Gastkind?

Normalerweise begnügen sich Schulen in den ersten Monate damit, den Schüler „mitlaufen“ zu lassen. Er oder sie wird am Anfang meistens nur sehr wenig verstehen. ABER: Ihr Gastkind sollte genauso viele Fächer und Stunden haben wie die Mitschüler. Freistunden und Leerlauf führen zu Heimweh. Außerdem ist die Schule eine der wichtigsten Orte, an denen Gastschüler Freunde finden.

IV. Organisatorische Fragen

Der Unterricht endet um 14:00 Uhr. Was macht der Schüler oder die Schülerin danach?

Die meisten Jugendlichen kommen aus Ländern, in denen die Schule eine wichtige soziale Funktion ausübt und beispielsweise Clubs, Teams und andere Nachmittagsaktivitäten anbietet. Es ist für ausländische Jugendliche tatsächlich überraschend, dass es an deutschen Schulen kein vergleichbares Angebot gibt. Die Jugendlichen müssen erst einmal lernen die Freizeit selbst zu gestalten und gleichaltrige Freunde zu finden. Unsere Schüler brauchen regelmäßige Freizeitaktivitäten, am besten drei Nachmittage in der Woche. Ideal sind Aktivitäten, bei denen sie gleichaltrige Freunde treffen: Sport, Theater, Chor, Orchester, Umweltschutz ... Wenn Sie am Anfang dem Schüler ein wenig helfen, wird sich das auf jeden Fall mit einer schnellen Integration und einem guten Gefühl für alle Seiten auszahlen.

Wie ist unser Gastkind versichert?

Alle Teilnehmer haben eine Kranken-, Unfall-, Reisegepäck- und Haftpflichtversicherung, die wie eine private Reiseversicherung funktioniert. Vor Ankunft lassen wir Ihnen noch ausführliche Unterlagen und Erklärungen zukommen. Wichtig ist aber, dass der Vereinssport über den Verein versichert werden muss. Daher braucht der Schüler sofort einen Spielerpass. Schulsport ist über die Schule versichert.



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